By Richard McGregor, Ilse Utz

Chinas Kommunistische Partei ist die mächtigste politische corporation der Welt. Aus dem Verborgenen heraus kontrolliert sie jede noch so kleine kommunale Entscheidung, steuert aber auch mit verblüffender Wirksamkeit die Medien, das Militär, die Industrie, die Geldströme im In- und Ausland. Das wirtschaftlich derzeit erfolgreichste Land der Welt, eine mächtige, stetig expandierende globale Supermacht, besitzt eine intransparente politische Führungsschicht, alle Entscheidungen sind dem Auge der Öffentlichkeit entzogen.

Richard McGregor, über viele Jahre Korrespondent der monetary occasions in Peking, enthüllt in seinem unterhaltsamen, anekdotenreichen und präzise recherchierten Buch die Geschichte, Strukturen und geheime Funktionsweisen dieser Partei, die das Schicksal der Volksrepublik lenkt und damit wesentlichen Einfluss auf die Welt nimmt.

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Aufgabensammlung Elektrotechnik 2: Magnetisches Feld und Wechselstrom

BuchhandelstextEine sichere Beherrschung der Grundlagen der Elektrotechnik ist ohne Bearbeitung von ? bungsaufgaben nicht erreichbar. In diesem Band werden ? bungsaufgaben zur Wechselstromtechnik, gestaffelt nach Schwierigkeitsgrad, gestellt und im Anschluss eines jeden Kapitels ausf? hrlich mit Zwischenschritten gel?

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Selbst der »rote Apparat« hat sowjetische Vorläufer. Die Russen verwendeten ein abhörsicheres internes Telefonsystem – vertushka genannt, was übersetzt »internes Telefon mit direkter Verbindung« bedeutet –, das die Angehörigen der Parteielite miteinander verband. Mao übernahm zwar sowjetische Institutionen, betrachtete die dortige Partei aber stets als bürokratisch und zu wenig revolutionär. In den fünfziger Jahren beklagte er sich darüber, dass die Funktionäre »sich mit Trippelschritten vorwärts bewegten, wie Frauen mit gebundenen Füßen, und sich dann immer darüber beschwerten, dass andere für sie zu schnell gingen«.

Bush, hatten während ihrer Amtszeit eine aggressive, vom Konkurrenzdenken geprägte Einstellung gegenüber China gepflegt. Bevor Hillary Clinton landete, spielte sie öffentlich die Bedeutung der Menschenrechte herunter. Auf der abschließenden Pressekonferenz bat sie die chinesische Regierung inständig, weiterhin amerikanische Staatsanleihen zu kaufen – wie eine Handelsvertreterin, die ihre Waren anpreist. Deng Xiaopings kluge Strategie, die er zwanzig Jahre zuvor entwickelt hatte und die Chinas stetigen Aufstieg ermöglichen sollte – »stelle dein Licht unter den Scheffel; warte den richtigen Augenblick ab« –, war lange vor der Ankunft Hillary Clintons aufgegangen.

Vor dem Jahrestag des brutalen militärischen Vorgehens gegen Demonstranten am 4. Juni 1989 wurde Wan aufgegriffen und ohne Anklage zwölf Stunden lang festgehalten, dann wieder einige Tage im August. «Meine Freiheit wurde eingeschränkt«, sagte er und wiederholte damit genau die Phrase, die die Staatssicherheit benutzt, wenn sie Leute von der Straße wegzerrt. Wan hatte das Gesundheitsministerium verärgert, weil er versucht hatte, die Regierung wegen verseuchter Blutkonserven zu verklagen. Und weil er offen und unerschrocken Freundschaft mit Dissidenten pflegte, blieb er im Visier der Staatssicherheit.

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